Gewinner-Design: So sehen die regiomove-Ports aus

Nun steht fest, wie die gebaute Zukunft des regionalen Mobilitätsprojektes regiomove aussehen soll. Im Panoramasaal des Karlsruher Verkehrsverbundes kürte eine siebenköpfige Jury aus fünf Entwürfen das künftige Design für die so genannten regiomove Ports. Das sind Mobilitätsstationen, an denen der Umstieg zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln wie etwa Bus, Bahn oder Leihfahrzeugen komfortabler sein soll. Ergänzend dazu können dort zum Beispiel auch Serviceangebote wie eine Packstation oder Schließfächer integriert sein.

Die Jury überzeugte nach eigener Aussage der „mutigste“ Entwurf, der den innovativen Charakter von regiomove unterstreichen und eine Aufbruchstimmung für die Mobilität in der Region symbolisieren soll. Mit seinem modular aufgebauten und hochwertigen Design, das im Prinzip aus Stahlgerüsten mit farbigen, kubischen Dachaufbauten besteht (im Entwurf aus Verbundglas), können die Ports an vielen Orten und in unterschiedlichsten Ausprägungen realisiert werden. Dennoch werde auf den ersten Blick unverkennbar sein, dass es sich hier um ein regiomove Angebot handelt, so das Urteil der Jury. „Wir möchten mit den Ports auch ein neues Verständnis von Mobilität in der Region vermitteln“, so der Tenor der Jury. Das gekürte Design von den Netzwerkarchitekten aus Darmstadt und unit-design aus Frankfurt entspreche dem Leuchtturmcharakter des ganzen Projektes regiomove. Im Rahmen des regiomove-Förderprojektes sollen in der Region zunächst sieben PilotPorts gebaut werden.

Die Jury setzte sich zusammen aus Prof. Ludwig Wappner, Architekt, Stadtplaner München (JuryVorsitz), Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin Stadtplanungsamt Karlsruhe, Prof. Mario Minale HfG Karlsruhe, Uwe Knappschneider, Lichtplaner Karlsruhe, Claus Haberecht, Dezernent für Tourismus, ÖPNV und Strukturförderung Landkreis Rastatt i.R., Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer Karlsruher Verkehrsverbund, Prof. Dr. Gerd Hager, Direktor Regionalverband Mittlerer Oberrhein.

 

Hintergrundinformationen

Der Design-Wettbewerb zur Gestaltung der Ports wurde von der Stadt Karlsruhe ausgerichtet. Insgesamt wurden fünf Architektur-und Design-Büros eingeladen, ihre Entwürfe einzureichen und 2 diese gestern im Panoramasaal des KVV zu präsentieren. Das Sieger-Design soll in ein Gestaltungshandbuch münden, das als Grundlage für die Entwicklung der Ports dienen wird. Für den Bau der Pilot-Ports stehen rund eine Millionen Euro Fördermittel der EU und des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung. Der Standortfindungsprozess startete im März dieses Jahres. Im September werden die Standorte der ersten sieben Pilot-Ports bekanntgegeben.